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1. Saisonrennen Australien
 


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Runde #1 Australien
Autor: SilentPain 25.09.2017 - 14:33
Testrennen #5
Autor: SilentPain 18.09.2017 - 13:43
Fahrzeug & Teamwahl eröffnet
Autor: almafi 18.09.2017 - 12:38
Testrennen #4
Autor: almafi 14.09.2017 - 18:38
Testrennen #3
Autor: almafi 07.09.2017 - 16:38
 
 
Regeländerungen
Von: almafi25.09.17 - 21:26
Autowahl Saison 1
Von: LuckyKnecht25.09.17 - 18:43
Einschreibung F1 2017 | S1
Von: LuckyKnecht25.09.17 - 18:38
Der Chef prognostiziert P...
Von: SilentPain25.09.17 - 13:36
Rennstewardwahl
Von: SilentPain24.09.17 - 23:01
 
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Montag 17. 04. 2017
canada
Rennbericht Kanada
von almafi

Großer Preis von Kanada

Doch fast alle da in Kanada!

Pünktlich zum Ostersonntag gastierte die Liga auf dem Circuit de Gilles Villeneuve in Montreal. Doch für wen es an diesem Feiertag auch wirklich etwas zu feiern geben würde, schien so offen wie lange nicht. WM-Leader LuckyKnecht hatte seinen Vorsprung vor allem gegen die erstarkten Renault-Piloten zu verteidigen, die in Abwesenheit des Weltmeisters ShadowOfArmy den Druck auf den Führenden weiter erhöhen wollten. Einen besonderen Auftritt hatte dabei der Wettergott, denn für den Rennstart waren leichte Regenschauer vorhergesagt. Dementsprechend sollte es im Qualifying den kompromisslosen Kampf um die Pole Position geben.

Doch diesen Fight entschied schließlich einer für sich, den nicht unbedingt alle auf dem Zettel hatten: Williams-Pilot armend legte mit einer beeindruckenden Runde die schnellste Zeit hin und zeigte nach einer bisher verkorksten Saison immerhin einen Aufwärtstrend. Sollte dieser Trend jedoch gleich mit einem Sieg fortgesetzt werden? Etwas dagegen hatten eindeutig die beiden Renault-Fahrer DH1806 und DanielTheFreak, die sich auf den Positionen zwei und drei platzierten und damit vorerst das direkte Duell gegen LuckyKnecht gewannen, der dahinter auf Platz vier lauerte. Der Mercedes-Fahrer stand unter Zugzwang und musste auf Fehler der Franzosen hoffen, denn in Abwesenheit seines Teamkollegen Bojan stand auch die Führung in der Konstrukteurs-WM auf dem Spiel.

„Lights out and away we go!“ hieß es dann am verregneten Rennsonntag. Alle Fahrer hatten zum Start den Intermediates aufgezogen, doch eine Verbesserung der Bedingungen war vorhergesagt. Bei nassen Bedingungen verlor Polesetter armend in den ersten Kurven schnell die Führung an Monaco-Sieger DH1806, dessen Teamkollege Daniel weiter dahinter auf Position drei blieb. Währenddessen hatten Toro Rosso-Pilot SixShooter und Captain Slow im Williams eine unangenehme Zusammenkunft ausgangs von Kurve zwei. Die Autos verhakten sich und beide Piloten touchierten die Wand, doch während SixShooter das Rennen unbeirrt fortsetzen konnte, musste der Williams aufgrund großer Frontflügelschäden am Ende der Runde zum Wechsel an die Box.

Und das Kuddelmuddel im Regen ging munter weiter: Nach einem Fehler in der ersten Kurve sah DH1806, der inzwischen wieder von armend geschluckt worden war, sich in einem Zweikampf um Platz drei mit pfeiltastenaiming wieder. Daraus ging der Haas als Verlierer hervor, nachdem er sich durch eine Berührung eingangs Kurve drei von der Strecke drehte. Während die Konkurrenz an ihm vorbeifuhr, hatte es einer dabei besonders eilig. SilentPain wollte nach einem katastrophalen letzten Startplatz Zeit gutmachen, fuhr dabei ebenfalls in Kurve drei auf den vor ihm fahrenden LemonRacing auf und drehte sich ebenfalls. Während pfeiltastenaiming jedoch als 13. weiterfuhr, musste die Red Bull-Crew ihren Piloten mit einem neuen Frontflügel beglücken, wodurch dieser wieder auf den letzten Platz zurückfiel. SilentPain tat sich im weiteren Rennverlauf jedoch selbst ebenfalls keinen Gefallen, als er in Runde sieben durch einen eigenen Fahrfehler erneut Bekanntschaft mit der Wand machte und fast eine ganze Runde mit einem Plattfuß zurück an die Box schleichen musste. Aus einer Aufholjagd wurde so erneut ein weit abgeschlagener letzter Platz.

Um Runde zehn herum kam es dann zum letztlich rennentscheidenden Wetterwechsel. Der Regen hörte allmählich auf und lockte so immer mehr Fahrer an die Box. Armend hatte sich zwischenzeitlich eine gute Führung herausgearbeitet und ging bereits früh an die Box, um sich Slicks aufziehen zu lassen. Da DH1806 bereits noch eine Runde eher gestoppt hatte, ging so DanielTheFreak in Führung. Dessen Renningenieur teilte ihm alsbald mit, dass die Autos mit Trockenreifen noch starke Probleme hatten. Zwar regnete es kaum noch, doch die Strecke trocknete sich so schnell wie erwartet ab, sodass der Intermediates auch in den folgenden Runden noch mehrere Sekunden schneller war.

Erst in Runde 16 war die Strecke soweit abgetrocknet, dass der Wechsel auf Slicks sinnvoll erschien. Der Führende Renault kam ebenfalls an die Box, genauso wie sein Verfolger LuckyKnecht, der aber bereits einen beträchtlichen Rückstand hatte. Alle Piloten wollten von nun an das Rennen ohne weitere Stopps zuende fahren. Während DanielTheFreak aber auf Soft-Reifen setzte, war der Verfolger Lucky versucht, mit einer aggressiven Wahl auf Supersoft die Lücke noch zu verringern. Die beiden ursprünglichen Führenden armend und DH1806 hatten derweil durch ihren frühen Wechsel auf Slicks zu viel Zeit verloren und spielten keine Rolle mehr im Kampf um die Podestplätze. Währenddessen hatte McLaren-Pilot TeekTix durch eine gute Taktik den Sprung auf den dritten Platz geschafft.

Das größte Hindernis bis zum Ziel stellten nun lediglich noch die überrundeten Fahrer dar, die nicht immer ideal und rechtzeitig auf die Führenden hinter ihnen reagierten, waren sie doch selbst teilweise noch im Positionskampf. So hatte DanielTheFreak auf dem Weg zu einem möglichen ersten Sieg weit mehr Probleme mit Überrundungen als mit wirklichen Positionskämpfe.

Doch auch das sollte ihn nicht aufhalten, letztlich einen souveränen und wohlverdienten ersten Sieg in der FRL herauszufahren, der zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendwie in Gefahr war. Nachdem er sich bereits in den letzten Rennen stetig steigern konnte und herausragende Leistungen zeigte, nutzte er nun die schwache Strategie der Konkurrenz schamlos und effektiv aus. Belohnt wurde er mit dem Sprung auf den zweiten Platz der Fahrer-WM, wodurch er nun erster Verfolger von Lucky ist. Der Mercedes-Pilot sicherte sich im Rennen den zweiten Platz und auch wenn er dem Renault nicht gewachsen war, konnte er immerhin erneut gute Punkte einfahren und seine Führung verteidigen. Ein Lebenszeichen von McLaren sendete TeekTiX, der nach zuvor vier DNFs, einem DSQ und nur einem mickrigen Punkt aus sechs Rennen endlich einmal die Kurve bekam und sich wohlverdient auf dem Siegertreppchen zurückmeldete.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich zufrieden mit dem Wochenende. „Unter diesen schwierigen Bedingungen haben wir für uns das Optimum herausgeholt. Daniel war heute unschlagbar, das müssen wir anerkennen, aber ich denke wir haben einen guten Job gemacht.“ Der zweite Platz von Lucky bedeutete eine souveräne Verteidigung der Führung in der Fahrer-WM. Mit nunmehr 111 Punkten liegt er immer noch 24 Punkte vor dem neuen Zweiten DanielTheFreak. Bei den Konstrukteuren war in Abwesenheit von Bojan jedoch nicht viel zu retten. Magere drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Renault noch, die sich anschicken beim kommenden Rennen in Baku hier die Führung zu übernehmen. Die Franzosen waren zum dritten Mal in den letzten vier Rennen die fleißigsten Punktesammler und zeigen sich nach dem mittelmäßigen Saisonstart nun tonangebend. Mit den Plätzen zwei und drei in der Fahrer-WM liegt man eindeutig auf Kurs und richtet den Blick nun nach oben. Die Führung von Mercedes wackelt auf jeden Fall in beiden Wertungen kräftig, sollten die gelben Autos ihre Form beibehalten können.

Bei Haas hingegen war man fast schon erleichtert über den vierten Platz von pfeiltastenaiming. Der zweimalige Weltmeister hatte nach seinem frühen Unfall nicht mehr die besten Aussichten und erkämpfte sich so einige wichtige Punkte. Teamkollege waLTer musste unterdessen zum zweiten Mal in Folge nach einem Unfall das Auto vorzeitig abstellen. Wenn die Strecken ab dem GP von Österreich wieder breiter werden und die Liga den Stadtkursen den Rücken kehrt, dürfte der Rekordchampion sich wieder deutlich heimischer fühlen.

Christian Horner sah sich hingegen angesichts des schwachen Rennens seiner Piloten in Erklärungsnot. Die zuletzt unterirdischen Leistungen mit teilweise groben Fehlern er Fahrer werfen Fragen auf. Auch dieses Mal waren ein achter Platz von SilentPain und das dritte DNF in Folge von Mayor einfach zu wenig für die Ansprüche der Österreicher. Hier muss vor dem Heimrennen in Österreich schnellstmöglich Besserung einkehren, möchte man die eigenen Fans vor heimischer Kulisse nicht enttäuschen.

Die Scuderia Ferrari hatte auch nichts zu feiern. In Abwesenheit des Weltmeisters konnte auch Ceasar nach zuvor drei neunten Plätzen in Folge keine Akzente setzen und blieb punktlos. Außer dem bisher einzigen Sieg in Spanien hatten die Tifosi noch nicht viel zu feiern und es scheint am Weltmeister zu liegen, ob sich das bald ändert. Mit Platz vier in der Fahrerwertung ist eine Titelverteidigung noch längst nicht vom Tisch.

Williams-Teamchefin Claire Williams raufte sich unterdessen die Haare, nachdem man durch einen groben Strategiefehler einen möglichen Sieg weggeworfen hatte. Ein wenig Trost spendete immerhin, dass mit den Plätzen sechs für armend und neun für Captain Slow zum ersten Mal in dieser Saison beide Fahrer in die Punkte kamen. Die Performance von armend machte jedoch Hoffnung, dass die Briten nun aus ihrem Winterschlaf erwachen und die Konkurrenz aufmischen. Die Möglichkeiten sind zweifelsohne da.

Etwas unglücklich war man hingegen bei Manor. In Abwesenheit von wh15 schlüpfte Testfahrer Lars Heidfeldsson in das zweite Cockpit neben LemonRacing, konnte jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Während er bei seinem Debüt punktlos blieb, konnte LemonRacing nach diesem turbulenten Rennen immerhin mit Rang zehn einen Punkt mitnehmen. Angesichts des ausgedünnten Fahrerfeldes waren die Möglichkeiten für eine bessere Punkteausbeute jedoch deutlich höher, weshalb letztlich die Enttäuschung überwog. Mit der Rückkehr von wh15 am kommenden Wochenende in Baku erhofft man sich eine deutliche Steigerung, da der Vollgaskurs dem starken Mercedes-Motor liegen sollte.

McLaren feierte mit dem dritten Platz von TeekTix erstmals in dieser Saison eine positive Schlagzeile. Nach zuvor teils nicht ligatauglichen Leistungen zeigte der Rückkehrer nun, dass er es verdient hat, bei diesem Traditionsteam im Cockpit zu sitzen. In Woking hofft man, dass dieser Trend sich jetzt in der restlichen Saison auch fortsetzt. Es wäre bitter nötig.

Das beste Ergebnis seiner FRL-Karriere feierte unterdessen SixShooter: Nach seinem anfänglichen Unfall konnte er durch eine sonst fehlerfreie Fahrt bis auf Platz sieben vorfahren. Zuvor war seine beste Platzierung ein achter Platz vergangene Saison in Malaysia gewesen, was bis heute auch seine letzte Punkteplatzierung war. Zwar konnte Teamkollege Trespo erneut nicht punkten, doch das Ergebnis seines Teamkollegen verleiht dem Team wieder Zuversicht, nachdem man in den ersten sechs Saisonrennen jeweils ohne Punkte blieb. Die Italiener hoffen nun im weiteren Saisonverlauf noch auf denen einen oder anderen Punkt für die Scuderia.

Komplett abgemeldet war Force India, die durch almafis Abwesenheit kein Auto an den Start schickten. Die Inder kamen unterdessen anders in die Schlagzeilen, nachdem Teamchef und Besitzer Vijay Mallya in London verhaftet wurde. Ihm wird unter anderem Betrug vorgeworfen. Er kam jedoch nach Zahlung einer Kaution vorerst wieder frei, trotzdem wirft der anhaltende Konflikt mit den Behörden immer mehr Fragen bezüglich der Zukunft des Teams auf.

Wir gratulieren dem Sieger und freuen uns auf das kommende Rennen in Baku!





Hier findet ihr die Ergebnisse als Screenshot:
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Hier findet ihr den aktuellen WM-Stand:
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Freitag 14. 04. 2017
canada
Runde #7 Kanada
von SilentPain

Großer Preis von Kanada

Keiner da in Kanada...schon wieder?

Nachdem unerwartet viele Piloten das Rennen in Monaco "überlebt" haben, bleibt die Ruhepause doch sehr überschaubar. Denn auch der Circuit Gilles-Villeneuve bestraft Fehler auf das härteste. Vorrangig geht es hierbei ums Abkürzen, was auf dem schwierigen Kurs ein großes Thema sein wird. Doch auch hier findet man sich schneller in der Wand wieder, als einem lieb ist. Die berühmte "Wall of Champions" hat schon Bekanntschaft mit vielen Autos gemacht, darunter gemäß ihres Namens auch viele Weltmeister. Die knapp 4,3 km mit ihren 15 Kurven sind auf jeden Fall alles andere als eine Kaffeefahrt für die Piloten.

Das relativ "langweilige" Rennen in Monaco war letztlich die Bestätigung des Aufwärtstrends von Renault, die nun in beiden WM-Wertungen erster Verfolger der führenden Mercedes sind. Nun gilt es, auf der fast ebenso engen Strecke in Montreal diesen Weg fortzuführen. Doch auch mit Ferrari und Haas ist hier absolut zu rechnen. Überholmanöver dürften wir deutlich mehr sehen als letzte Woche, was der Spannung des Rennens hoffentlich zugute kommt. Alles ist bereit für Runde 7 im großen WM-Fight!

Wer diese Strecke und ihre Eigenheiten bisher am besten meistern konnte, seht ihr im Rückblick:

F1 2015 Saison 2

Pole Position: waLTer
Sieger: almafi
Schnellste Rennrunde: Ceasar (1:13,489)

F1 2016 Saison 1
Pole Position: ShadowOfArmy
Sieger: DH1806
Schnellste Rennrunde:Fabi (1:13,542)

Zusammenfassung:
- Sonntag, 16.4.17
- Lobbystart: 20:45 Uhr
- Qualistart: 21:00 Uhr
- Strecke: Montreal, Kanada


Weitere Termine findet ihr hier im Rennkalender!

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und wünschen euch viel Spaß und Erfolg :)
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Sonntag 09. 04. 2017
monaco
Rennbericht Monaco
von SilentPain

Großer Preis von Monaco

Mit dem Kopf durch die Wand

Am vergangenen Sonntag gastierte die Liga zum traditionellen Rennen im monegassischen Fürstentum. Glanz und Glamour sind die Stichworte bei dem jährlich von vielen Stars und Sternchen besuchten Grand Prix. Monaco, das steht für Ruhm und Ehre für jeden Formel 1-Piloten. Ein Sieg hier zählt mit zu dem größten, was ein Fahrer erreichen kann. Dementsprechend motiviert zeigte sich das Fahrerfeld um WM-Leader LuckyKnecht und Weltmeister ShadowOfArmy. Gerade letzterer wollte nach seinem Sieg in Spanien dort weitermachen und die Aufholjagd fortsetzen. Doch so einfach sollte das nicht werden, die Wetterprognosen sagten für den gesamten Rennsonntag leichten Regen voraus. Ein spannendes Rennen und ein Qualifying ohne strategische Kompromisse standen also vor der Tür.

Das Qualifying war letztlich an der Spitze weniger spannend als in vorherigen Jahren, was schlussendlich nur einem Fahrer geschuldet war: DH1806 setzte mit seinem Renault beeindruckende Rundenzeiten und eroberte sich mit einer 1:12,031 letztlich souverän und mit einigem Abstand die Pole Position. Dahinter setzte sich ein Trend fort, der schon seit einiger Zeit anhält und den Kommandostand der Franzosen in kollektiven Freudentaumel versetzte. DanielTheFreak, der letzte Saison in Monaco bei seinem Debüt gleich aufs Podest fuhr, zeigte sich in den Gassen von Monaco erneut bärenstark und belegte den zweiten Platz und sorgte somit erstmals in der Ligageschichte für eine reine Renault Startreihe Eins. Erst dahinter platzierten sich die vermeintlichen Favoriten LuckyKnecht, pfeiltastenaiming und ShadowOfArmy auf den Positionen drei bis fünf.

Renntag, und der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen. Wolkenverhangener Himmel und regelmäßiger Regen prägten das Bild auf der nassen Strecke und so wunderte es nicht, dass das gesamte Fahrerfeld zum Rennstart mit Intermediates aufwartete. Spannung lag in der Luft. Da Überholen hier bekanntlich fast unmöglich ist, hoffte jeder auf einen Fehler des anderen und insbesondere der beiden Führenden Renault, um Positionen gutmachen zu können. Bereits in der Einführungsrunde konnten die Fahrer sich mit den schwierigen Bedingungen bekannt machen, bevor es ernst wurde. Der Rennstart selbst hatte dabei wenig spannendes zu bieten, die Führenden behaupteten sich souverän an der Spitze ohne dass es Positionswechsel gab, so führte DH das Rennen vor seinem Teamkollegen und dem WM-Führenden Mercedes von Lucky an. Kleineres Gerangel gab es im Mittelfeld, als SilentPain nach einem Angriff auf den Ferrari von Shadow Bekanntschaft mit der Wand machte und einen Teil seines Frontflügels einbüßte. Die Verantwortlichen bei Ferrari sollten im Rennverlauf noch einiges an Nervennahrung brauchen, denn ihr Nr. 1 Fahrer verlebte alles andere als einen ruhigen Nachmittag, nachdem er im Qualifying ungewohnt schwach auftrat.

In Runde zwei hatte das Rennen schließlich den ersten Aufreger parat, als Haas-Pilot waLTer nach einem Zweikampf mit dem Williams von armend in der Tabac-Kurve einen Fahrfehler machte. Der folgende Kontakt mit der Wand machte seinen Wagen fahruntauglich. Der gefährliche Standort des Wagens sorgte umgehend dafür, dass Bernd Mayländer erstmals zum Einsatz kam und mit dem Safety Car das Feld anführte. Einige Piloten im hinteren Feld nutzten die Gelegenheit um ihre bereits erlittenen Flügelschäden zu reparieren und kamen an die Box, der Großteil des Feldes jedoch blieb auf der Strecke. Als das Rennen in Runde sechs schließlich fortgeführt wurde, war die Reihenfolge an der Spitze nach wie vor unverändert, die beiden Renault führten die Gruppe der ersten Fünf an, die sich erneut relativ zügig vom Rest des Feldes absetzen konnte. Der Weltmeister im Ferrari, auf Rang fünf gelegen, lieferte sich dabei einen Zweikampf mit pfeiltastenaiming um Platz vier. Ausgangs des Tunnels schließlich versuchte er sich an einem Manöver in der Zufahrt zu Hafenschikane, touchierte allerdings aufgrund seiner engen Linie die Wand an der Innenseite und drehte sich. Das kleine Malheur kostete ihn vorerst zwei Plätze, die er an die beiden Red Bull von Mayor und SilentPain verlor. Bereits wenige Runden später konnte er sich jedoch mit einem starken Manöver in der Sainte Devote die Position vom Australien-Sieger zurückerobern, der seinerseits mit einem beschädigten Flügel große Probleme hatte.

Während an der Spitze noch weiterhin alles beim alten blieb, ging es weiter hinten dann doch zur Sache. SixShooter leistete sich nach einem unauffälligen Rennen im Toro Rosso einen Fahrfehler ausgangs der Hafenschikane. Mit dem beschädigten Auto sah er keine Perspektive für das weitere Rennen und gab auf. Dies war der Auslöser für eine weitere Safety Car-Phase in Runde zwölf. Die erneute Neutralisierung der Rennsituation sah nun einige Piloten zum Reifenwechsel an die Box kommen. Zwar würde der Reifen theoretisch bis zum Rennende durchhalten, doch frische Intermediates könnten in der zweiten Rennhälfte doch noch einen Vorteil bringen. Die Spitzenfahrer blieben jedoch ausnahmslos draußen, sie wollten das Rennen mit dem Startsatz zu Ende fahren.

Der Restart sah somit vorne immer noch dieselbe Reihenfolge wie zu Beginn, DH1806 verteidigte souverän seine Führung, ohne dabei zu viel Risiko zu gehen, während sich dahinter Daniel und Lucky drängelten, die auf der engen Strecke jedoch keine andere Möglichkeit sahen, als abzuwarten. In Runde 17 geschah unterdessen einer der ersten größeren Aufreger des Rennens. Shadow hatte es zwischenzeitlich geschafft, den zweiten Red Bull von Mayor, der auf Platz fünf lag, unter Druck zu setzen und versuchte sich ausgangs des Tunnels an einem Überholmanöver. Jedoch blockierte er beim Anbremsen seine Vorderreifen und konnte somit eine Berührung mit seinem Vordermann beim Einlenken in die Schikane nicht mehr verhindern. Mayor drehte sich und verlor ganze sechs Positionen, zudem machte er seinem Unmut sofort im Boxenfunk Luft. „Was sollte das denn jetzt Shadow, was ist denn bei dir los?“, war noch einer der nett formulierten Aufreger des sichtlich aufgebrachten Red Bull-Piloten. Doch die Szene war noch nicht überstanden: Also Mayor auf die Strecke zurückkehrte und in der Zufahrt zur Tabac langsam wieder Fahrt aufnahm, reagierte der nachfolgende zweite Ferrari von Ceasar zu spät und versuchte seinen Geschwindigkeitsüberschuss zu nutzen, anstatt vom Gas zu gehen. Die folgende Berührung sah Mayor in der Wand, wobei er einen leichten Flügelschaden davontrug. Schon hörbar entnervt, war der Geschädigte sich seines Schadens noch nicht bewusst und steuerte das Auto aufgrund des verringerten Abtriebs in der Zufahrt zum Swimming Pool in die Wand. Der irreparable Schaden sorgte dafür, dass er das Rennen aufgeben musste. In der Folge sollte der Weltmeister für die erste Situation eine Positionsstrafe erhalten, während Ceasar mit einer Verwarnung davonkam.

Bis zum Rennende tat sich derweil nicht mehr viel, DH verwaltete seine Führung weiterhin souverän, während ein Standbild einige Runden vor Schluss bei DanielTheFreak dafür sorgte, dass der Mercedes von LuckyKnecht kampflos Position zwei übernehmen konnte. Auch der WM-Leader konnte zwar zum Führenden aufschließen, ihn aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Hinter dieser Dreiergruppe lieferten sich pfeiltastenaiming und Shadow ein intensives Duell um Platz vier. Die beiden Qualifyingspezialisten hätten bis dahin kaum unterschiedlichere Rennen haben können. Während pfeiltastenaiming sich bis dahin einen ruhigen Nachmittag verlebte, hatte der Ferrari bereits einiges an Positionskämpfen und auch Kollisionen hinter sich. In der letzten Runde schließlich sah Shadow seine letzte Chance und versuchte, sich innen in der Mirabeau neben den Haas zu bremsen. Das Manöver endete allerdings mit einer Kollision der beiden, sie rutschten geradeaus in die Wand und zerstörten sich beide den Frontflügel. Während Shadow dadurch jedoch sogar die Position gewann, rutschte pfeiltastenaiming letztlich in der Endabrechnung sogar noch hinter Bojan auf Platz sechs. Die Rennstewards sahen im Nachhinein auch hier die Schuld beim Weltmeister und sprachen eine weitere Positionsstrafe aus.

Nach einem für den objektiven Betrachter vermutlich höchst langweiligen Rennen sicherte sich DH1806 auf der wohl schwierigsten Strecke im Kalender nach einer fehlerfreien und vorsichtigen Fahrt den zweiten Saisonsieg und seinen ersten im Fürstentum. Verfolger LuckyKnecht hatte alles gegeben, konnte jedoch unter diesen Bedingungen keinen Weg vorbei finden und belegte den zweiten Platz. Dritter wurde DanielTheFreak, der damit auch bei seinem zweiten Auftritt in Monaco aufs Podest fahren konnte. Er trauerte jedoch dem verpassten Doppelsieg hinterher, der ohne das Standbild in Runde 30 zweifelsohne zum Greifen nah gewesen wäre. DH1806 übernahm mit den vergebenen 25 Punkten nun den zweiten Platz in der Fahrermeisterschaft, während LuckyKnecht mit Platz zwei erneut gute Punkte machen konnte. Er führt mit nun 92 Punkten noch ganze 21 Punkte vor dem Renault, der sich anschickt erstmals in seiner FRL-Karriere um den Titel mitfahren zu können. Auch bei den Konstrukteuren spitzt der Kampf um die Führung sich zu, nach einem erneut fantastischen Ergebnis konnte Renault den Rückstand auf Mercedes auf 20 Punkte schrumpfen lassen.

Für die Franzosen war es allgemein ein grandioses Wochenende, die Plätze eins und drei im benachbarten Fürstentum waren ein Statement an die Konkurrenz, dass der Riese erwacht ist und sich anschickt, ganz vorne ein Wörtchen mitreden zu können. Beide Fahrer sind auch in der Einzelwertung sehr gut positioniert, sodass die Perspektive für die kommenden Rennen durchaus positiv ist.

Bei Mercedes war man ebenfalls nicht unzufrieden. Während LuckyKnecht zwar mit etwas Glück, doch letztlich nicht unverdient seine WM-Führung verteidigte, konnte Teamkollege Bojan nach einem unauffälligen Rennen auch noch von dem Unfall von Shadow und pfeiltastenaiming profitieren und wurde Vierter. Dieses Ergebnis half dem Team, die Führung bei den Konstrukteuren vorerst zu behalten, auch wenn der Atem von Renault schon im Nacken zu spüren zu sein scheint. Letztlich sei das Ergebnis das Maximum gewesen, was es dieses Wochenende zu holen gab, wird ein erleichterter Bojan nach dem Rennen zitiert.

Für Haas lief es alles andere als optimal. Pfeiltastenaiming hatte sich im Kampf um den Sieg Chancen ausgerechnet, musste letztlich jedoch tiefer stapeln und hatte letztlich noch das Pech des Unfalls mit Shadow. Platz fünf ist sicherlich nicht das, was der Ex-Weltmeister unter einem erfolgreichen Monaco-Grand Prix versteht. Für Teamkollege waLTer lief es gleich ganz schlecht, er war nach seinem frühen Unfall direkt zum Zuschauen verdammt. Der dreimalige Weltmeister sucht nach dem starken Auftaktrennen in Australien weiterhin nach Anschluss an diese gute Leistung. Es wird für das gesamte Team extrem wichtig sein, dass beide Piloten diese Kurve bekommen.

Red Bull hatte erneut auch nicht gerade das Glück des Tüchtigen, während SilentPain mit Platz sieben noch zufrieden sein musste, nachdem er bereits früh mit beschädigtem Flügel unterwegs war und später rundenlang hinter dem Manor von LemonRacing festhing. Teamkollege Mayor hingegen steht nach dem erneuten Ausscheiden mehr und mehr in der Kritik, ihm wird mangelnde Frusttoleranz vorgeworfen, er könne mit Druck nicht umgehen. Teamchef Christian Horner stellte sich jedoch vor seinen Piloten, er sei „100%tig überzeugt, dass Mayor in den kommenden Rennen die richtige Antwort geben werde“, so der Brite. Fest steht nur, dass das österreichische Team noch viel Arbeit vor sich hat.

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne zeigte sich unterdessen wenig erbaut über die Leistung seines Schützlings ShadowOfArmy, der nach seinen Strafen gar nur auf Platz sechs landete. Gleichzeitig lobte er aber auch den Kampfeswillen seines Piloten, der „niemals aufgibt und kämpft wie ein wahrer Italiener“. Auch über Ceasars Leistung zeigte er sich wohlwollend gestimmt, konnte dieser jedoch erstmals in F1 2016 drei Mal in Folge in die Punkteränge fahren. Wenn er diese Leistung beibehalten kann und der Weltmeister wieder an sein Spanien-rennen anknüpft, dann ist für die Scuderia in dieser Saison noch ganz viel drin.

Unzufriedenheit herrschte auch eher bei Manor. Die beiden Piloten konnten zu keiner Zeit die Pace auf einem guten Niveau halten, auch wenn es zwischenzeitlich gar nicht so schlecht für ein doppeltes Punkteergebnis aussah. Schlussendlich duellierten sich beide Piloten jedoch um den letzten Punkt und kamen auf den Positionen zehn und elf ins Ziel. Nach zuvor zwei punktlosen Rennen war es jedoch immerhin ein kleiner Aufwärtstrend, der jedoch in Kanada sicherlich fortgeführt werden soll.

Für Williams lief es auch nicht wie gewünscht. Der Österreicher armend war in Abwesenheit seines Teamkollegen Captain Slow als einziger Pilot für das britische Team gemeldet, konnte sich aber nach einem durchwachsenen Rennen mit einigem Pech nicht mehr verbessern und kam als Achter ins Ziel. Nach der Nullnummer in Spanien war es jedoch immerhin wieder eine Rückkehr in die Top 10, was trotzdem den Ansprüchen des Teams noch nicht gerecht wird.

Für Force India-Fahrer almafi war es erneut ein gebrauchtes Rennen. Der ehemalige Spitzenpilot musste nach einem Unfall erneut die Segel streichen und bleibt mit vier Punkten aus fünf Rennen am unteren Ende des Klassements. Dabei ist das Potenzial des zweimaligen Vize-Weltmeister bekannt, die aktuelle Krise lässt nur hoffen, dass er bald zu alter Stärke zurückfindet.

Stichwort Krise: Toro Rosso bleibt nach einem doppelten DNF in Monaco weiterhin punktlos am Ende der Tabelle. Die beiden Piloten Trespo und SixShooter hatten auf der schwierigsten Strecke der Saison große Probleme und gaben schließlich beide auf. In den kommenden Rennen geht es für das italienische Team sicher darum, den beiden Piloten wieder Selbstvertrauen einzupflanzen und den Blick auf die ersten Punkte zu richten. Bis dahin wird es jedoch kein leichter Weg.

Wir gratulieren dem Sieger und freuen uns auf das nächste Rennen in Kanada!

Frohe Ostern!




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Mittwoch 05. 04. 2017
monaco
Runde #6 Monaco
von SilentPain

Großer Preis von Monaco

Die große FRL Stock Car Crash Challenge

Nach dem Auftakt auf dem europäischen Festland in Spanien reist der Ligatross nun weiter ins nicht allzu weit entfernte Fürstentum Monaco. Die prestigeträchtige und traditionsreiche Rennstrecke befindet sich seit 1950 im Rennkalender der Formel 1 und hat nach Monza mit bisher 63 Rennen die zweitmeisten Rennwochenenden der F1-Geschichte veranstaltet. Der knapp 3,3 km lange Kurs mit seinen 18 Kurven zwingt die Fahrer an ihre Grenzen, manche wachsen jedoch dort auch über sich hinaus. So manche Legende hat in Monaco ihren Grundstein gelegt. In den 80er und 90er Jahren galt der Kurs als das "Wohnzimmer" Ayrton Sennas, der dort insgesamt 6 Mal, davon 5 Mal in Folge, gewinnen konnte.

Nach zuletzt zwei Dämpfern und einem Schrumpfen des Vorsprungs auf 17 Punkte ist WM-Leader LuckyKnecht nun gefragt, wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden. Anderenfalls könnte Weltmeister ShadowOfArmy nach seinem ersten Saisonsieg wieder Fahrt aufnehmen und die Konkurrenz in die Schranken weisen. Auf jeden Fall kommt nun mit Monaco eine Strecke, die dem aktuellen Champion sehr liegt. Bereits drei Mal konnte er dort das Rennen für sich entscheiden, was sicherlich nicht nur seiner Konstanz, sondern vor allem seiner extrem starken Qualifyingpace zu verdanken ist. Denn bekanntlich kann die Startposition auf dieser engen Strecke entscheidend sein. Nicht zuletzt deshalb ist Haas-Pilot pfeiltastenaiming durchaus auch zu den Favoriten zu zählen. Mit einem guten Qualifying und einem fehlerfreien Rennen führt auch an ihm kein Weg vorbei. Aber vielleicht überrascht uns ja auch ein ganz anderer Pilot auf dieser Strecke. Alles kann passieren in Monaco, wir dürfen gespannt sein was davon letztlich eintreten wird.

Wer diese Strecke und ihre Eigenheiten bisher am besten meistern konnte, seht ihr im Rückblick:

F1 2015 Saison 2

Pole Position: pfeiltastenaiming
Sieger: pfeiltastenaiming
Schnellste Rennrunde: pfeiltastenaiming (1:13,981)

F1 2016 Saison 1
Pole Position: ShadowOfArmy
Sieger: ShadowOfArmy
Schnellste Rennrunde:pfeiltastenaiming (1:15,736)

Zusammenfassung:
- Sonntag, 09.04.17
- Lobbystart: 20:45 Uhr
- Qualistart: 21:00 Uhr
- Strecke: Monaco


Weitere Termine findet ihr hier im Rennkalender!

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und wünschen euch viel Spaß und Erfolg :)
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Sonntag 02. 04. 2017
spain
Rennbericht Spanien
von SilentPain

Großer Preis von Spanien

Die Rückkehr des Königs

Spannung lag in der Luft, als vor dem Qualifying des jüngsten Ligarennens auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Motoren erstmals aufheulten. Im Fokus standen dabei besonders die zuletzt starken Renault-Piloten, die in Russland erstmals ihre Ansprüche auf die Konstrukteurs-WM angemeldet haben. Dem gegenüber steht jedoch die Konkurrenz um Mercedes und LuckyKnecht. Die Silberpfeile werden alles tun, um ihre Führung in beiden WM-Wertungen wenigstens zu verteidigen. Trotz starker Bewölkung hatte der Wetterdienst für das Rennwochenende keinen Regen vorhergesagt, sodass alle Fahrer sich voll auf ein Trockensetup und eine gute Strategie konzentrieren konnten.

Das Qualifying stand an, und auf der bekanntlich eher reifenunfreundlichen Strecke in Barcelona war auch hier die Zeitenjagd wieder von zwei unterschiedlichen strategischen Überlegungen geprägt. Während die einen Piloten sich auf die Jagd um die Pole begaben und dafür den gelben Soft-Reifen aufzogen, was fast zwangsläufig eine Zwei-Stopp-Strategie für das Rennen bedeutete, versuchten die anderen sich mit den weißen Mediums eine gute Ausgangslage zu schaffen, um eine Ein-Stopp-Strategie voll zur Geltung bringen zu können. Wer wenig Lust auf strategische Spielchen hatte, zog gleich ganz die Handbremse an und stellte so einen Startplatz außerhalb der Top 10 sicher. Von den auf Soft fahrenden Piloten machten dann auch wieder die beiden die Pole unter sich aus, die fast schon traditionsgemäß die schnellsten im Qualifying sind: Weltmeister ShadowOfArmy schnappte sich mit einer 1:20,367 seine dritte Pole der Saison, gefolgt pfeiltastenaiming, der schon knapp drei Zehntel Rückstand hatte. Die beiden hatten bisher sämtliche Poles der Saison unter sich ausgemacht und dabei blieb es auch dieses Mal. Der drittplatzierte TeekTiX im McLaren, der fast schon traditionsgemäß im Qualifying gut abschnitt, hatte noch einmal weitere vier Zehntel Rückstand auf den Haas vor ihm. Während die ersten sieben Piloten allesamt auf Softs unterwegs waren, bildete WM-Leader LuckyKnecht als Achter den Auftakt der Medium-Starter. Würde er mit einer Ein-Stopp-Strategie und konstanter Pace die Führenden unter Druck setzen können? Die Zwei-Stopper standen jedenfalls unter Druck, im Rennen von Beginn an eine Lücke zu ihren Verfolgern aufzumachen, um die benötigte Zeit für den zusätzlichen Boxenstopp herauszuholen.

Rennstart, und 18 Piloten warteten auf das Erlöschen der Ampel, um beim Europaauftakt der Liga ein gutes Ergebnis einzufahren. Doch die grünen Lichter hatten schließlich mehr Action parat, als den meisten Piloten lieb gewesen wäre. Während pfeiltastenaiming dank Windschatten den Sprint zur ersten Kurve gegen Shadow gewann und dem Ferrari die Führung abnahm, konnte Russland-Sieger DH1806 dahinter den McLaren von TeektiX hinter sich lassen und Platz drei übernehmen. Doch bereits in der Zufahrt zur ersten Kurve begann auch das Chaos. LuckyKnecht brachte mit einem überraschenden Schlenker den Renault von DanielTheFreak in arge Bedrängnis. Der Renault flog noch einer Berührung quer über den Grünstreifen und konnte glücklicherweise ohne Schäden wieder auf die Strecke zurückkommen. Zusätzlich hatte der WM-Führende im Mercedes auch noch ein Standbild in Kurve eins. Bei dem Versuch, dem Mercedes Platz zu lassen, kam Cpt. Slow im Williams in der zweiten Kurve sehr weit raus und musste verlangsamen, um nicht von der Strecke abzukommen. Dies wiederum zwang SilentPain zu einem riskanten Ausweichmanöver. Der nachfolgende SixShooter konnte auf dieses nicht mehr reagieren und krachte dem Red Bull in die Seite. Bei der Aktion büßte der Toro Rosso-Pilot einen Großteil seines Frontflügels ein und zeigte sich nach dem Rennen entsprechend bedient, nachdem seine Hoffnungen auf ein gutes Rennen bereits sehr früh zunichte gemacht wurden. Seine Boxencrew sollte jedoch nicht die einzige bleiben, die schon am Ende der ersten Runde Arbeit bekam. In Kurve drei kollidierte Manor-Pilot LemonRacing nach einem Fahrfehler mit dem Williams von armend. Beide Auto flogen ab und machten Bekanntschaft mit dem Kiesbett. Der Österreicher verlor dabei jedoch seinen gesamten Frontflügel und musste somit notgedrungen am Ende der Runde seine Boxencrew aufsuchen.

In Runde drei kündigte sich schließlich der nächste ungeplante Boxenstopp an, als Force-India-Pilot almafi in der letzten Kurve die Kontrolle verlor und ins Schlingern geriet. Mayor konnte nicht mehr ausweichen und krachte seinem Vordermann ins Heck, worauf beide in die Boxenmauer krachten und sich am Ende der folgenden Runde eine neue Nase holen mussten.

An der Spitze tobte unterdessen der Kampf um die Führung. Pfeiltastenaiming musste all sein Können aufbieten, um die Angriffe des Weltmeisters im Ferrari abzuwehren, doch letzten Endes vergebens. Nachdem in Runde drei das DRS freigegeben wurde machte Shadow kurzen Prozess mit dem Haas und ging auf der Start-Ziel-Geraden an seinem Konkurrenten vorbei. In Runde sechs gingen die beiden schließlich zum ersten Mal an die Box. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie ihr Soll gut erfüllt und bereits einiges an Zeit auf ihre Verfolger herausgefahren. Die Stopps der Soft-Starter sorgten schließlich dafür, dass Bojan die Führung übernahm. Der Mercedes-Pilot war von Platz 13 aus mit frischen Mediums ins Rennen gegangen und schien mit seiner Ein-Stopp-Strategie auf einem guten Weg zu sein. Auf den Plätzen zwei und drei folgten SilentPain und DanielTheFreak. Besonders der Red Bull schien nach einem katastrophalen Qualifying und Platz 17 mit einer deutlich besseren Rennpace aufzuwarten.

Als schließlich ab Runde zwölf auch die Medium-Starter um Bojan an der Box eintrudelten, um ihren einzigen Reifenwechsel auf die harten Reifen zu vollziehen, übernahm Shadow wieder die Führung vor pfeiltastenaiming. Der Verfolger im Haas hatte es bis dato im Verkehr nicht geschafft, den auf Hart gewechselten Ferrari trotz seines vermeintlichen Reifenvorteils mit Medium wieder unter Druck zu setzen. Und die Strategie sollte teuer werden: Man hatte bei Haas nicht einkalkuliert, dass man keinen weiteren Medium zur Verfügung hatte, und so musste pfeiltastenaiming aufgrund stark abbauender Reifen in Runde 19 bereits erneut in die Box, um mit den harten Reifen zuende zu fahren. Der Führende Shadow konnte derweil mit den härteren Reifen den Stint weiter ausfahren und kam nach seinem letzten Wechsel auf Soft auch weiterhin als Führender aus der Box. Knapp hinter ihm war Ein-Stopper-Bojan unterwegs, der die Hoffnungen auf den Sieg nun allein schon aufgrund der frischen Reifen des Weltmeisters begraben konnte. Und so kam es zwar nicht mehr zum Kampf um den Sieg, doch dahinter wurde es umso spannender. Bojan musste sich nun in den letzten Runde gegen den näherkommenden pfeiltastenaiming verteidigen, der im Rückspiegel immer größer wurde. Zeitgleich lieferten sich dahinter DH1806 und SilentPain einen Kampf um Platz vier. Während der Renault dabei anfangs auf den Vorteil der Soft-Reifen setzen konnte und den Red Bull überholte, tat er sich danach schwer seine Position zu verteidigen. DRS und abbauende Reifen bei DH sorgten dafür, dass SilentPain sich noch einmal festbeißen konnte und bis zuletzt im Heck seines Konkurrenten hing. Doch anders als im Kampf davor tat sich hier nichts mehr in der Reihenfolge: In der letzten Runde konnte pfeiltastenaiming in der langgezogenen Kurve drei seinen Gripvorteil der etwas frischeren Reifen voll ausspielen und überholte Bojan mit einem guten Manöver. Trotzdem entspannte Gesichter am Mercedes-Kommandostand und die Zieldurchfahrt sollte das erklären.

Doch vorher hatte jemand anderes noch eine Botschaft zu senden: Weltmeister ShadowOfArmy holte sich mit einer überzeugenden Fahrt souverän seinen ersten Saisonsieg und damit den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Nach anfänglicher Schwächephase in den ersten Rennen demonstrierte der Ferrari-Pilot, warum der Weg zur Weltmeisterschaft nur über ihn führen kann. Eine weltmeisterwürdige Fahrt. Pfeiltastenaiming überquerte derweil als Zweiter die Linie, musste jedoch aufgrund mehrerer Zeitstrafen seinen Platz an Bojan abtreten, der so das Überholmanöver in der letzten Runde auch verschmerzen konnte. Er hatte seine Strategie gut umgesetzt und feierte seine beste Saisonplatzierung. Dem Haas-Piloten blieb damit nur der dritte Platz, was jedoch auch sein bestes Saisonresultat und den ersten Podestplatz der Saison bedeutete. Insgesamt war die Ernüchterung trotzdem erneut groß am Kommandostand der Amerikaner, die sich selbst mit der Strategie wieder um eine mögliche bessere Platzierung gebracht hatten.

Freudentaumel herrschte dagegen bei den Tifosi, denn der Weltmeister hatte ihnen den ersten Sieg der Scuderia seit Belgien F1 2015/S2 beschert. Damals hieß der Sieger noch almafi, der heute für Force India unterwegs ist. Doch nicht nur die Rückkehr des Königs gab es zu feiern, auch Teamkollege Ceasar konnte mit Platz neun zwei wichtige Zähler mitnehmen. Es war damit ebenfalls das erste Mal seit F1 2015/S2, dass er in zwei Rennen hintereinander punkten konnte.

Gemischte Gefühle bei Mercedes: Die WM-Führenden hatten letztlich ein zweischneidiges Schwert zu führen. Während Bojan sein bestes Saisonergebnis einfuhr und wichtige Zähler vor allem für die Konstrukteurs-WM sammelte, kam LuckyKnecht nicht über Platz sieben hinaus und musste erneut Federn im Kampf um die Fahrer-WM lassen. Doch auch ein Schrumpfen des Vorsprungs auf nur noch 17 Punkte bedeutet nach wie vor eine exzellente Position für den letztjährigen WM-Vierten. Bei den Konstrukteuren führen die Deutschen jedoch nach wie vor komfortabel mit 30 Punkten vor Renault, die mit einer erneuten guten Teamleistung Red Bull von Platz zwei verdrängt haben.

Für die Franzosen war es somit erneut ein guter Tag, die Plätze vier und sechs für DH1806 und DanielTheFreak bescherten beiden wichtige Punkte und zeigten erneut die große Leistungsdichte des Teams auf. Mit nunmehr 60 Punkten aus den letzten zwei Rennen scheinen sie sich zum ersten Verfolger von Mercedes zu entwickeln.

Red Bull-Teamchef Christian Horner war unterdessen stinksauer. Der fünfte Platz von SilentPain war zwar Schadensbegrenzung, doch eine katastrophale Qualifyingleistung mit Startplatz 17 lässt erahnen, dass vielleicht mehr möglich gewesen wäre. Auch teamkollege Mayor blieb hinter seinen Möglichkeiten und hatte dann auch noch Pech mit Unfällen. Er gab das Rennen entnervt auf, was seinem Teamchef auch ein Dorn im Auge war. „Wir haben den Anspruch, bis zuletzt vorne mitzukämpfen. Das war gar nichts dieses Wochenende.“

Haas-Besitzer Gene Haas zeigte sich unterdessen wenig erfreut von seinem Team. Ein Strategiefehler hatte sein Team erneut einen möglichen Sieg gekostet. Der vermeintliche Goldesel pfeiltastenaiming kann bisher nur im Kampf um die Pole Trophy vorne mitreden, zu unkonstant und unglücklich bisher die Rennperformance. Auch Rekordweltmeister waLTer konnte mit Platz acht den Erwartungen nicht ganz gerecht werden, letztlich versuchte man bei den Amerikanern aber, das beste in dem doppelten Punktgewinn zu sehen. „Wir haben das Potenzial, wir werden es zeigen.“, wird Teamchef Günther Steiner zitiert.

Bei Manor trauerte man dem Startunfall des heute einzigen Piloten LemonRacing nach. Ohne die Kollision wären möglicherweise Punkte in Reichweite gewesen, doch nach dem unglücklichen Beginn reichte es nur zu Platz zwölf. Wenn Teamkollege wh15 nächste Woche zurückkehrt, wollen die beiden ihre guten Leistungen aus Bahrain und China wieder abrufen.

Genauso unglücklich war es für Force India, deren einziger Pilot almafi nach seinem Unfall mit Mayor nur noch mit Platz elf vorlieb nehmen konnte. Damit bleibt der ehemalige Vize-Weltmeister auch zum dritten Mal in Folge punktlos. Lediglich beim Saisonauftakt in Australien hatte es zu vier Punkten gereicht. Seit seinem letzten Sieg in Belgien F1 2015/S2 wartet er nun schon auf einen Podestplatz, ein Ziel, welches man bei Force India auf jeden Fall diese Saison noch realisieren will.

Rennpace war wieder das Stichwort bei McLaren. Nach einem erneut guten Qualifying von Stammpilot TeekTiX, der heute von N1kmido unterstützt wurde, musste dieser nach einem Fehler und einem darauf folgen Ausritt ins Kiesbett wieder mit dem Kampf im Mittelfeld vorlieb nehmen. Doch nach drei DNF und einem DSQ sollte es dieses Mal zumindest für die Zielflagge und Platz zehn reichen. Der eine Punkt war jedoch nur wenig Trost über die erneut hohe Fehlerquote des jungen Piloten, der langsam den Druck der Verantwortlichen bei McLaren zu spüren bekommt. Eine Steigerung der Leistung im Rennen ist dringend vonnöten.

Pleiten, Pech und Pannen auch bei Toro Rosso, die weiterhin punktlos bleiben. SixShooter, der nach einem Startunfall mit SilentPain das Feld von vornherein nur von hinten sehen konnte, und Teamkollege Trespo verpassten beide die Punkteränge beim Europaauftakt. Für das folgende Rennen in Monaco erhofft man sich jedoch mehr, ist die Strecke doch traditionsgemäß ein Punktegarant für Toro Rosso in der Vergangenheit gewesen. Auch wenn man nur wenig positives aus Spanien mitnimmt, gilt es die Konzentration schnell wieder auf die kommenden Aufgaben zu richten. Es gibt noch viel zu tun für die Italiener.

Wir gratulieren dem Sieger, danken allen Teilnehmern und sehen uns beim nächsten Rennen im Fürstentum!



Hier findet ihr die Ergebnisse als Screenshot:
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Hier findet ihr den aktuellen WM-Stand:
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